

Kein echter Patient. AI-generiertes Bild.
Dampfen (Vaping) mit E-Zigaretten ist nicht risikofrei für die Lunge. Der entstehende Dampf enthält Nikotin und verschiedene Chemikalien, die die Atemwege reizen und Entzündungen fördern können. Dadurch kann das Risiko für Lungenerkrankungen wie COPD steigen. Bei Menschen, die bereits an COPD erkrankt sind, kann das Dampfen die Beschwerden verschlimmern und Krankheitsschübe begünstigen. Ein Verzicht auf Rauchen und Dampfen kann helfen, die Lunge zu schützen und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über geeignete Unterstützung beim Aufhören.
Können E-Zigaretten bzw. Dampfen (Vaping) eine COPD verursachen?
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entsteht durch eine langanhaltende Entzündung und Schädigung des Lungengewebes. Eine zunehmend häufig gestellte Frage lautet: Kann Dampfen (Vaping) COPD verursachen? Die Nutzung von elektronischen Zigaretten (E-Zigaretten) beziehungsweise das Dampfen kann das Risiko für die Entwicklung einer COPD erhöhen. Beim Dampfen gelangen verschiedene chemische Stoffe in die Atemwege, die die Lunge reizen und das Lungengewebe schädigen können. Zwar gelten E-Zigaretten häufig als weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten, sie sind jedoch nicht risikofrei.
Bei Menschen, die bereits an COPD erkrankt sind, kann das Dampfen die Beschwerden verschlimmern und Entzündungsprozesse in der Lunge weiter verstärken. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt darüber, wie das Aufgeben des Dampfens dazu beitragen kann, Ihre Lungen zu schützen und die Behandlung der COPD bestmöglich zu unterstützen.
Dampfen (Vaping) und E-Zigaretten: Ein Überblick
Was sind Dampfen (Vaping) und E-Zigaretten?
Elektronische Zigaretten (E-Zigaretten) – auch E-Cigs, Vapes oder Vape-Pens genannt – sind batteriebetriebene Geräte. Sie erhitzen eine Flüssigkeit (E-Liquid), die meist Nikotin, Aromastoffe und weitere Chemikalien enthält. Dabei entsteht ein Dampf (Aerosol), das eingeatmet wird. Dieser Vorgang wird als Dampfen oder auf Englisch Vaping bezeichnet.
Bestandteile von E-Zigaretten:
E-Zigaretten gibt es in unterschiedlichen Formen:
- Einweg-E-Zigaretten: Sie sind bereits befüllt und werden nach dem Aufbrauchen entsorgt.
- Wiederbefüllbare E-Zigaretten: Sie besitzen einen Tank, der mit E-Liquid nachgefüllt werden kann, und sind wiederaufladbar. Sie ermöglichen es, die Menge und Stärke des entstehenden Dampfes individuell anzupassen.
- E-Zigaretten mit vorgefüllten Kartuschen oder Pods: Diese sind ebenfalls wiederaufladbar und werden mit vorgefüllten Pods oder Kartuschen verwendet.
Wichtig zu wissen: Der entstehende Dampf (Aerosol) von E-Zigaretten ist kein reiner „Wasserdampf“. Er enthält schädliche und potenziell gefährliche Substanzen, zum Beispiel:
- Nikotin: Eine hochgradig süchtig machende und schädliche Substanz.
- Propylenglykol und pflanzliches Glycerin: Häufige Grundbestandteile von E-Liquids, die beim Erhitzen und Inhalieren schädliche Substanzen bilden können, die die Lunge und die Atemwege reizen.
- Aromastoffe: Chemikalien, deren gesundheitliche Auswirkungen beim Inhalieren oft unbekannt sind.
- Weitere Chemikalien: Einschließlich ultrafeiner Partikel, Formaldehyd und Acetaldehyd, die die Lunge und Atemwege reizen und eine Entzündung verursachen können.

Der Zusammenhang zwischen COPD und E-Zigaretten
Das Dampfen (Vaping) kann die Lunge belasten und die Lungenfunktion beeinträchtigen. Es gibt Hinweise darauf, dass E-Zigaretten das Risiko für Atemwegserkrankungen erhöhen und bei Menschen mit COPD die Erkrankung verschlechtern können.
Beim Dampfen entsteht ein Aerosol, das beim Einatmen in die Lunge gelangt. Dadurch können:
- die Atemwege gereizt werden,
- Entzündungen zunehmen,
- bestehende Lungenerkrankungen wie COPD verstärkt werden.
Einige der enthaltenen Stoffe können zudem auch andere Organe belasten.

Was passiert, wenn man mit COPD weiter dampft?
Wenn Sie bereits an COPD erkrankt sind, kann das Dampfen die Beschwerden verstärken und Entzündungen in der Lunge fördern. Studien zeigen, dass sich Symptome verschlechtern und Krankheitsschübe häufiger auftreten können.
Außerdem wurde das Dampfen mit weiteren, teils seltenen Lungenerkrankungen in Verbindung gebracht, zum Beispiel:
- Popcorn-Lunge (Bronchiolitis obliterans): Hierbei handelt es sich um eine seltene Erkrankung, bei der die kleinen Atemwege in der Lunge vernarben und sich verengen, was das Atmen erschwert.
- Lipoidpneumonie: Diese entsteht, wenn ölhaltige Substanzen aus dem E-Liquid in die Lunge gelangen und dort eine Entzündung verursachen.
- Kollabierte Lunge (spontaner Pneumothorax): Dies tritt auf, wenn ein Loch in der Lunge dazu führt, dass Luft entweicht und die Lunge kollabiert. Das Dampfen kann insbesondere bei jüngeren Personen mit bereits bestehenden Lungenbläschen das Risiko für diese Erkrankung erhöhen.
- EVALI (E-Zigaretten- oder Vaping-Produkt-assoziierte Lungenschädigung): Dabei handelt es sich um eine schwerwiegende Lungenerkrankung, die durch das Dampfen verursacht wird. Vitamin-E-Acetat in einigen E-Liquids gilt als möglicher Auslöser. Zu den Symptomen von EVALI zählen Husten, Atemnot, Brustschmerzen, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und ein beschleunigter Herzschlag.
Halten Sie Ihre Symptome regelmäßig fest, um Krankheitsschübe früh genug zu erkennen und diese mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen. Ein Symptom-Tagebuch finden Sie hier.
Dampfen aufgeben – ein wichtiger Schritt für Ihre Lunge
Wenn Sie mit COPD leben, ist das Aufhören mit dem Dampfen ein wichtiger Schritt, um Ihre Lunge zu schützen und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Das fällt vielen Menschen schwer, aber Sie sind nicht allein auf diesem Weg. Ob es darum geht, Verlangen zu kontrollieren, Auslöser zu bewältigen oder Entzugssymptome zu meistern – Unterstützung ist möglich.
Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, welche Hilfe für Sie geeignet ist. Mögliche Unterstützung:
1. Verhaltenstherapie: Sie hilft Ihnen, Selbstvertrauen aufzubauen und praktische Methoden zum Aufhören zu erlernen. Dazu gehören das Setzen von Zielen, das Protokollieren von Gewohnheiten, Gespräche mit einem Therapeuten oder die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe – alles darauf ausgerichtet, Sie beim Durchhalten zu unterstützen und Ihr Verlangen zu kontrollieren.
2. Medikamente: Nikotinersatztherapie (Pflaster, Kaugummis, Sprays oder Lutschtabletten) sowie bestimmte orale Arzneimittel können das Aufhören beim Rauchen oder Dampfen erleichtern, indem sie das Verlangen reduzieren und Ihnen mehr Kontrolle geben.
3. Unterstützungsangebote/Hotlines: Telefon-Hotlines, Kurse oder Gruppen können beim Aufhören helfen. Hierfür gibt es auch Hilfe im Netz: Rauchfrei im Mai
Häufig gestellte Fragen
Nein. Beim Dampfen entsteht ein Aerosol mit feinen Partikeln, Nikotin und weiteren Chemikalien.
Nein, der Dampf von E-Zigaretten enthält ultrafeine Partikel, die in die Lunge gelangen und dort Entzündungen verursachen können, was Symptome verschlimmern kann. E-Zigaretten werden manchmal als Unterstützung beim Rauchstopp genutzt. Sie sind jedoch nicht risikofrei und können die Lunge weiterhin belasten. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über geeignete, zugelassene Methoden zur Rauchentwöhnung.
Auch beim Dampfen werden Stoffe an die Umgebung abgegeben. Andere Personen können dadurch Nikotin und Chemikalien einatmen.
Der Schutz Ihrer Lunge ist bei COPD besonders wichtig. Ein Verzicht auf Rauchen und Dampfen kann helfen, Reizungen zu reduzieren und Ihre Lungenfunktion zu unterstützen. Lassen Sie sich hierzu ärztlich beraten.
Für einige COPD-Patienten mit nachgewiesener Typ-2-Entzündung können neuere Behandlungsoptionen infrage kommen. Ob eine solche Therapie für Sie sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab und sollte immer von Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt entschieden werden. Hierfür ist es wichtig, dass Sie regelmäßig Ihre Blutwerte mittels eines großen Blutbildes messen lassen.
