

Kein echter Patient. AI-generiertes Bild.
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine komplexe Erkrankung der Atemwege. Sie macht sich durch anhaltende Atembeschwerden bemerkbar, die infolge von Entzündungen und strukturellen Veränderungen in den Bronchien (chronische Bronchitis) und/oder in den kleinen Lungenbläschen (Emphysem) entstehen. Das führt zu einer Verengung der Atemwege und Störung des Luftstroms, was das Atmen erschwert. Häufig verschlechtern sich die Symptome im Verlauf der Erkrankung.
COPD und ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen
COPD kann sich bei unterschiedlichen Personen ganz verschieden äußern. Häufig treten eine verstärkte Schleimproduktion und ein anhaltender Husten auf, was auf eine chronische Bronchitis hinweisen kann. Bei COPD liegt eine chronische Bronchitis vor, wenn Husten und Auswurf an den meisten Tagen über mindestens drei Monate in zwei aufeinanderfolgenden Jahren bestehen. Während einige Betroffene vor allem unter Atemnot leiden, zeigen viele eine Kombination von mehreren Symptomen.
Betrachten Sie COPD als einen Oberbegriff, der verschiedene Atemwegserkrankungen umfasst: die chronische Bronchitis gehört dazu, das Lungenemphysem ebenfalls. Beim Lungenemphysem sind die feinen Lungenbläschen (Alveolen) dauerhaft geschädigt und überdehnt. Die Luft kann nicht mehr vollständig ausgeatmet werden, wodurch weniger Sauerstoff ins Blut gelangt. Viele Menschen mit COPD weisen sowohl Merkmale der chronischen Bronchitis als auch des Emphysems auf.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Diagnose einer COPD mithilfe von Lungenfunktionstests gestellt wird, die erfassen, wie stark die Atmung eingeschränkt ist – unabhängig von den individuellen Symptomen einer Person.
Ihren Therapieplan erstellt Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Beschwerden, Ihrer Lungenfunktion und weiterer relevanter Faktoren.
COPD wirksam behandeln mit einer individuellen Therapie
Bei der COPD spielen Entzündungsprozesse eine zentrale Rolle. Diese Entzündungen können unterschiedliche Bereiche der Lunge betreffen und verschiedene Typen von Entzündungszellen einbeziehen. Die Art der Entzündung kann von Patient zu Patient variieren und beeinflusst sowohl den Verlauf der Erkrankung als auch das Ansprechen auf eine Therapie.
Eine effektive Behandlung der COPD erfordert einen ganzheitlichen Therapieansatz, der nicht nur die Symptome, sondern auch die zugrunde liegende Krankheitsursache adressiert. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die Ihnen das Atmen erleichtern und Ihre Aktivität erhalten können.
Eine wirksame COPD-Therapie umfasst einen kombinierten Ansatz. Dazu gehören Lungenrehabilitation, bronchienerweiternde und entzündungshemmende Medikamente, Sauerstofftherapie sowie Lebensstilanpassungen. Diese Behandlungen funktionieren ähnlich wie ein gutes Wartungsprogramm – sie helfen, Ihre Symptome zu kontrollieren, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und weiteren Lungenschäden vorzubeugen.

Ärztinnen und Ärzte verschreiben häufig Medikamente zum Erweitern der Atemwege, sogenannte Bronchodilatatoren, sowie Kortikosteroide bei Exazerbationen; je nach Schwere der Symptome können Inhalatoren oder Tabletten zum Einsatz kommen. Wenn sich Ihre Symptome infolge einer Infektion verschlechtern, können vorübergehend zusätzliche Medikamente wie Kortikosteroide und/oder Antibiotika helfen, Ihre Atmung zu erleichtern. Bei ausgeprägteren Symptomen oder häufigen Krankheitsschüben sollte eine Lungenfachärztin oder ein Lungenfacharzt (Pneumologin oder Pneumologe) zu Rate gezogen werden. Dieser kann gegebenenfalls fortgeschrittene Therapieoptionen einschließlich gezielter Biologika-Therapien verschreiben.
Lebensstiländerungen
Lebensstiländerungen spielen eine wichtige Rolle dabei, Menschen mit COPD zu helfen, sich besser zu fühlen und ihre Gesundheit zu erhalten. Das Rauchen aufzugeben, ist der wichtigste Schritt, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Um Krankheitsschübe zu verhindern, kann es auch helfen, Auslöser wie Passivrauch und Luftschadstoffe zu meiden.
Regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung und Lungenrehabilitation nach ärztlicher Anweisung können die Atmung und die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit verbessern. Es ist außerdem wichtig, den Impfstatus regelmäßig zu überprüfen und aufzufrischen, um das Risiko von Atemwegsinfektionen zu verringern. Mit der richtigen Unterstützung und geeigneten Maßnahmen zur Selbstfürsorge können Menschen mit COPD aktiv bleiben und eine bessere Kontrolle über ihre Erkrankung erlangen.

Fazit
Dieses Wissen kann Ihnen helfen, Ihre Symptome besser einzuordnen, effektiver mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu kommunizieren und eine ganzheitliche Versorgung zu erhalten.
Sollten Sie trotz konsequenter Umsetzung Ihres umfassenden COPD-Therapieplans weiterhin häufig Exazerbationen erleben, ist es wichtig, dies mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen. Es werden kontinuierlich neue Behandlungsoptionen für COPD entwickelt, darunter fortschrittliche Therapien, die gezielt bestimmte Entzündungswege adressieren. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann anhand Ihrer Symptome, Ihrer Exazerbationshistorie, Ihrer Lungenfunktionswerte sowie Ihrer Blutuntersuchungen beurteilen, ob eine dieser Optionen für Ihre individuelle Situation geeignet ist.
Seien Sie stehts offen mit Ihrem Behandlungsteam, sprechen Sie über Ihre Symptome und alle Anliegen bezüglich Ihrer COPD-Therapie. Gemeinsam können Sie einen individuellen Behandlungsplan entwickeln, der Ihnen hilft, besser zu atmen und Ihre Lebensqualität zu verbessern.
